EasyFlash Aufbauanleitung

Erstellung 2009-09-01, letzte Bearbeitung 2009-12-07

Die auf den Modulgehäusen aufgeprägte Internetadresse www.icomp.de (INDIVIDUAL COMPUTERS) gehört dem Hersteller der Modulgehäuse. Diese sind nicht Hersteller des EasyFlashs, sondern lediglich der Gehäuse, die nur an Gewerbetreibende verkauft werden. Aus diesem Grund wird gebeten, sich bei Anfragen zum EasyFlash nicht an den Support von icomp zu wenden.
Einzelne Modulgehäuse können über Händler wie beispielsweise Vesalia erworben erworben werden.

Bitte beachte auch den Aufbau-Thread im Forum-64. Wenn Du im Forum angemeldet bist, kannst Du dort auch Fragen stellen.

Bitte halte Dich an die hier vorgegebene Aufbaureihenfolge, um es Dir möglichst leicht zu machen.

Alle Bilder können für eine vergrößerte Ansicht angeklickt werden.
Im Zweifelsfall bitte genau nachsehen, wie es aussehen soll!

Für den Aufbau ist der Schaltplan nicht unbedingt erforderlich. Wer trotzdem gerne einen Blick hinein werfen möchte, kann dies gerne tun: EasyFlash Schaltplan (PDF-Format, 62 kB).

Teile auspacken

Erst einmal solltest Du alle Teile auspacken und Dir sortiert bereit legen. Das erleichtert gleich das Bestücken und sieht dann ungefähr so aus:

So kommen die Teile aus dem
Karton
So kommen die Teile aus dem Karton

Teile Übersicht
Teile Übersicht

Ein komplettes EasyFlash besteht aus:

Sockel

Chips

Passive Bauteile

und natürlich...

Teile vorbereiten

Widerstände biegen

Die Widerstände können in einer Biegelehre auf das passende Maß von 10 mm zurecht gebogen werden.

Dabei aber die drei Widerstände nicht zusammen werfen - es gibt zwei gleiche (10k) und einen einzelnen (1k5)!

Teile vom Träger lösen

Die bedrahteten Bauteile, die in den Papp-Bändern eingeklebt sind (Widerstände, Kondensatoren), sollten zur Entnahme am Rand der Pappe mit einem Seitenschneider abgetrennt werden.Dabei direkt an der Pappe schneiden, um den Anschlussdraht möglichst lang zu lassen.

Nicht versuchen, die Bauteile heraus zu ziehen! Der verwendete Kleber hat das Bauteil untrennbar mit der Pappe verbunden und es besteht die Gefahr, dass sich beim Ziehen der Draht eher aus dem Bauteil als aus der Pappe löst und das Bauteil damit zerstört wird.

Drahtbrücke

Drahtbrücke eingelötet

Auf dem Bestückungsdruck ist zwischen den quadratischen PLCC-Sockeln ein dicker Strich erkennbar. An dieser Stelle muss eine Drahtbrücke eingelötet werden. Dazu ist im Teilesatz ein passendes Stück Draht enthalten.

Widerstände

R2 1k5

Der einzelne Widerstand hat den Wert 1k5 und wird an Position R2 eingelötet.

Es ist nicht erforderlich, ihn so schräg und verdreht einzulöten, wie auf dem Bild gezeigt.

R1, R3 = 10k

Die beiden anderen Widerstände haben den Wert 10k und werden an R1 und R3 eingelötet.

Kondensatoren

Widerstände und Kondensatoren eingelötet

Nun werden die Kondensatoren an allen Positionen C1 bis C8 eingelötet.

Da es nur einen Wert gibt, kann man nichts vertauschen.

Wer sich die Teile selbst besorgt hat, und große runde Keramikscheibenkondensatoren bekommen hat, muss C3 auf der Unterseite der Platine verlöten und nach dem Verlöten vorsichtig flach auf die Platine biegen.

Widerstandsnetzwerke

Widerstandsnetzwerke eingelötet

Die beiden Widerstandsnetzwerke werden an RN1 und RN2 eingelötet.

Auf den Bauteilen ist zwar ein Punkt und auf der Platine eine "1" zur Markierung der Einbaulage - in diesem speziellen Fall ist es aber egal, wie herum die Widerstandsnetzwerke eingelötet werden.

Wenn man die Teile gerade verlöten möchte, geht das ganz gut, wenn man erst ein außenliegendes Beinchen verlötet, die Lage überprüft und ggfs. korrigiert, dann das gegenüberliegende, erneut prüft und ggfs. korrigiert, dann die restlichen.

DIL-Sockel

DIL-Sockel eingelötet

Jetzt werden die rechteckigen DIL-Sockel eingelötet. Die quadratischen PLCC-Sockel kommen erst danach an die Reihe.

Beim Einstecken der Sockel ist darauf zu achten, dass die Aussparung am IC-Sockel mit der halbkreisförmigen Markierung auf dem Bestückungsdruck übereinstimmt, damit die Einbaulage der Chips richtig dargestellt ist.

Alle kleinen Sockel zeigen in die gleiche Richtung, nämlich immer mit der Kerbe Richtung goldener Kontaktleiste.

Die Sockel können alle auf einmal verlötet werden:

  • Alle Sockel einstecken
  • Die Sockel mit einem Stück Pappe bedecken
  • Die Platine mit Pappe drehen und ablegen, so dass die Pappe die Sockel am Herausfallen hindert
  • Alle Sockel auf einmal verlöten

PLCC-Sockel

PLCC-Sockel Einbaulage beachten!

Beim Einsetzen der quadratischen PLCC-Sockel muss die Einbaulage beachtet werden!

Wenn der Sockel um 180 Grad verdreht eingebaut wird, kann das Easyflash nicht funktionieren.

Die Sockel haben drei abgerundete Ecken und eine abgeschrägte Ecke. Die abgeschrägte Ecke gehört nach oben links wie auf dem Bestückungsdruck und dem Foto ersichtlich.

Wenn man die Teile gerade verlöten möchte, geht das ganz gut, wenn man erst ein außenliegendes Beinchen verlötet, die Lage überprüft und ggfs. korrigiert, dann das gegenüberliegende, erneut prüft und ggfs. korrigiert, dann die restlichen.

Boot-Schalter

Der Schiebeschalter sollte beim Verlöten mit einem Finger auf die Platine angepresst werden, so dass er direkt, flach und gerade auf der Platine aufliegt. Die Beinchen gucken nur so gerade eben aus der Platine heraus, können aber noch gut verlötet werden.

Wenn der spätere Betrieb ohne Gehäuse geplant ist, sollte der Schiebeschalter an den Seiten des Schaltergehäuses noch mit Heisskleber fixiert werden, um ein Abbrechen der Anschlussbeinchen durch die Hebelkräfte beim Betätigen des Schalters zu vermeiden. Beim Auftragen des Klebstoffs ist darauf zu achten, den Klebstoff nur äußerlich an den Seiten des Schaltergehäuses aufzutragen, damit nicht das Schalterinnere verklebt.

Reset-Taste

Die Haltebeine haben relativ große Bohrlöcher, die vollständig mit Lötzinn aufgefüllt werden sollten, um der Taste einen festen Halt zu geben.

LED

Das längere Bein der LED muss in Richtung des Schriftzuges "LED1" auf dem Bestückungsdruck eingesetzt werden. Wenn man die LED anders herum einlötet, wird sie nicht leuchten.

Die LED sollte nicht direkt auf der Platine sitzen, sondern etwas erhöht. Man möchte ja nicht durch ein Loch in das Modulinnere sehen müssen, um den Zustand der LED erkennen zu können.

Der Abstand von der Oberseite der Platine bis zur Unterkante des LED-Gehäuses soll 11 mm betragen, damit die LED gut in eine Bohrung des Gehäuses passt.

Kurzschlusstest

Mit einem Multimeter oder Ohmmeter wird der Widerstand zwischen Vcc (+5V) und GND (0V) gemessen. Dazu können die Meßspitzen an der unteren linken Ecke und der oberen rechten Ecke des großen DIL-Sockels angehalten werden.

Der zu erwartende Wert ist abhängig von der Stellung des Boot-Schalters.

Wenn der Schiebeschalter die Position Richtung Reset-Taste hat, muss der Widerstand unendlich hoch sein.
Ein Widerstand von einigen Mega-Ohm ist auch in Ordnung.

Wenn der Schiebeschalter die Position Richtung LED hat, muss der Wert 10 k Ohm (zwischen 9500 und 10500 Ohm) betragen.

Ist der Widerstand geringer, liegt möglicherweise ein Bestückungsfehler vor (Widerstände vertauscht?) oder gar ein Kurzschluss durch einen Lötfehler!

Beim Messen des Widerstandes laden sich über das Messgerät die Glättungskondensatoren auf. Es ist daher normal, wenn in den ersten Sekunden der Messung deutlich geringer Messwerte angezeigt werden, die zunehmend größer werden. Nach spätestens 10 Sekunden sollte sich der endgütige Meßwert eingestellt haben.

Auf keinen Fall darf die Platine in den C64 eingesteckt werden, wenn der Kurzschlusstest nicht bestanden wurde!

Beinchen biegen

Beinchen der Chips rechtwinkling biegen

Die Chips kommen wie ab Werk geliefert, d.h. die Anschlußbeinchen sind noch leicht gespreizt und müssen noch in den 90-Grad-Winkel gebogen werden, damit die Chips in die Sockel passen.

Hierzu hält man mit Zeigefinger und Daumen beider Hände je eine Seite des Plastikgehäses fest und stellt den Chip mit dem Gehäuse quer zu einer festen Unterlage, wie z.B. einer Tischplatte. Dann werden die Beinchen gefühlvoll in den 90-Grad-Winkel gebogen.

Chips einsetzen

Fertig aufgebautes Easyflash

Die quadratischen Flash-Speicher haben eine abgeschrägte Ecke, die zur abgeschrägten Ecke des Sockels zeigen muss. Den Chip erst lose auflegen und ausrichten, dann in den Sockel hineindrücken; dabei verschwindet er im Inneren des Sockels, so dass die Außenkante des Sockels höher liegt als der Chip.

Bei den rechteckigen DIL-Chips muss die Kerbe im Chip entsprechend der Kerbe im Sockel und im Bestückungsdruck ausgerichtet werden. Auf keinen Fall darf ein IC verkehrt herum eingesetzt werden!

Erst wird jeder Chip nur lose auf den Sockel aufgesetzt und kontrolliert, ob wirklich alle(!) Beinchen direkt in der Mitte der Sockel-Löcher liegen. Wenn ein Bein etwas absteht oder neben oder am Rand des Sockel-Lochs liegt, würde dieses Beinchen beim Eindrücken in den Sockel abgeknickt werden. Wenn das passiert, muss der Chip wieder aus dem Sockel gehebelt werden, das Beinchen vorsichtig gerichtet werden und der Chip erneut eingesetzt werden.

Es sollte keine Mühe bereiten, den richtigen Sockel für den großen RAM-Chip zu finden. Für die kleineren TTL-Käfer gilt diese Tabelle:

IC NummerIC Typ
U174HCT00
U274HCT02
U574HCT175
U674HCT174
U774HCT74

Boot-Schalter setzen

Damit der C64 mit unprogrammierten oder fehlprogrammierten Chips starten kann, muss der Schiebeschalter in Richtung der Reset-Taste geschoben werden - also nicht so, wie auf den obigen Bildern!

Easyprog herunterladen

Easyprog ist das C64-Programm, mit dem die Flashs beschrieben werden und ist auf Skoes Easyflash-Homepage [>] verfügbar.

Nach dem Herunterladen sollte es zur Verwendung am C64 am besten direkt mit einigen CRT-Images zusammen auf z.B. eine SD-Karte zur Verwendung im SD2IEC oder ähnlichem kopiert werden.

Modul-Inhalte vorbereiten

Die CRT-Images, die man auf das EasyFlash schreiben möchte, sollte man auch direkt auf das Speichermedium zur Verwendung am C64 kopieren.

Skoes Homepage enthält keine Images; es ist aber unbedingt hilfreich, einen Blick in die Kompatibilitätsliste [>] zu werfen.

Handhabung verinnerlichen

Der Expansionsport, an dem das EasyFlash eingesteckt wird, ist ein sehr empfindlicher Teil des C64, bei dem einige Leitungen ohne jeden weiteren Schutz direkt an die CPU, den SID, den VIC-II und das PLA führen. Der Expansionsport und damit das EasyFlash ist direkt mit allem verbunden, was im C64 gut und teuer ist!

Es darf daher niemals eine Schaltung an den Expansionsport angeschlossen werden, bei der Zweifel an der Funktionstüchtigkeit bestehen. Wenn das EasyFlash ausgesteckt ist und kein IC in den Sockeln steckt, können im Zweifel alle Leitungen mit einem Durchgangsprüfer oder Multimeter (Widerstandsmessung) gefahrlos geprüft werden.

Statische Aufladung und Kurzschlüsse sind die Todfeinde Deines liebsten Computers. Wenn Du das EasyFlash ohne Gehäuse betreibst, fasse niemals direkt auf die Platine oder auf Bauteile darauf oder fummele mit Gegenständen wie z.B. Schrauben­drehern daran herum.

Das EasyFlash darf nur bei ausgeschaltetem C64 ein- oder ausgesteckt werden.

Wenn irgend möglich, besorge Dir ein Gehäuse für das EasyFlash. Es erleichtet den Umgang damit und macht ihn einiges sicherer. Spare nicht am falschen Ende, denn wenn der Fall der Fälle eintreten sollte, wird eine Reparatur des C64 ein Vielfaches des Gehäusepreises des EasyFlashs kosten.

Überprüfe noch einmal Deinen gesamten Aufbau sorgfältig und kritisch. Sieht alles gut aus? Erst dann bist Du bereit für den nächsten Schritt:

Easyflash einstecken

Die Bedienung von EasyProg ist auf Skoes Easyflash-Homepage [>] sehr schön beschrieben.

Nach dem Flashen mit EasyProg muss der Boot-Schalter weg von der Reset-Taste geschoben werden und die Reset-Taste kurz gedrückt werden zum Starten des Moduls.

Spaß haben!

Damit ist der Aufbau abgeschlossen - viel Spaß mit dem EasyFlash wünscht das Entwickler-Team!